Flüchtlingskinder integrieren

Beitrag vom 09. Oktober 2015 um 15:07 Uhr

Nach den Pfingstferien konnte die Lukas-Grundschule die Beschulung von Kindern mit Flüchtlingshintergrund starten. Die vier Mädchen und vier Jungen stammen aus Syrien und Somalia. Weitere Kinder werden folgen. Ihre Familien kamen im Juni 2015 nach München. Hinter ihnen liegen – soweit wir das wissen – dramatische Schicksale. Es ist verwunderlich und gleichzeitig erfreulich, dass man sie weitgehend unbeschwert und ausgelassen im Pausenhof den Kontakt zu den anderen Lukas-Schülern genießen sieht. Die Aufnahme unter den Kindern der Lukas-Schule ist sehr freundlich. Zwei Ehrenamtliche chauffieren die neuen Schüler jeden Tag mit dem privaten Pkw in die Haderunstraße und wieder zurück.

Sowohl die Eltern als auch die Kinder sind froh und dankbar über das Angebot der Lukas-Schule. Dabei haben wir als Grundschule ein besonderes Konzept umgesetzt: Die Schüler und Schülerinnen sind an drei Tagen die Woche in acht verschiedenen regulären Klassen und an zwei Tagen die Woche jahrgangsstufen­übergreifend im Deutschunterricht (Lehrerin ist Frau Pfeifle), der derzeit von einer neuen Lehrkraft durchgeführt wird. Ziel des jahrgangsstufenübergreifenden Unterrichts ist es, eine Lernkultur zu entwickeln, welche die vorhandene Heterogenität im Bereich der Leistungen positiv für den individuellen Prozess nutzt. Die Schüler, die etwas fortgeschrittenere Deutsch-Kenntnisse haben, helfen den Schülern,  deren Kenntnisstand sie noch nicht erreicht haben. Zur Verbesserung der Sprachfertigkeit sind außerdem zwei Wochen außerordentliche Beschulung während der Sommerferien geplant.

Es für die Lukas-Schule ein großes Privileg, bei der Beschulung von Flüchtlingskinder helfen zu können. Gleichzeitig wollen wir unser Möglichstes tun, um den neuen Schülern, die vor wenigen Wochen noch Krieg und Terror erleben mussten, die Liebe Gottes weiterzugeben und sie herzliche Gastfreundschaft erfahren zu lassen. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen