Heuschrecken oder Palastbrot?

Beitrag vom 08. April 2016 um 11:20 Uhr

Wie zur Zeit Jesu essen – eine Reportage über ein Projekt von Frau Steber und der Klasse 6G

 

Es wird leise. Spannung liegt in der Luft. 18 Schüler beäugen neugierig die teilweise noch unbekannten Speisen.

Alle Schüler der Klasse 6G des Lukasgymnasiums kommen an das Buffet um sich die zu Jesu Zeiten gängigen Speisen an zu sehen. Es gibt Hähnchenschenkel, verschiedene Sorten Pita Brot, von denen ein Teil selbst gebacken wurde und zum Nachtisch Feigen, Datteln, Palastbrot und Trauben. Nachdem der Ablauf besprochen wurde, setzen sich die Schüler an den Tisch. Alle freuen sich mehr oder weniger über die kalten Hänchenschlegel und das Pita. Fast alle essen sowohl das Brot, als auch das Hähnchen mit den Fingern, wie es sich damals gehörte. „Ich fand es eine sehr coole Idee, wie zur Zeit Jesu zu essen, denn wir konnten alles essen was wir wollten und wir konnten auch neue Sachen ausprobieren, die man vielleicht noch nie gegessen hat.“,  sagte Lena M. Alle in der Klasse freuen sich darüber bei dieser anderen Art von Unterricht einfach zusammen zu sitzen und gemeinsam zu essen.

Normalerweise sieht der Religionsunterricht bei Frau Streber anders aus: Aufpassen, zuhören und Antworten geben. Doch dieses Mal steht dieses interessante Sonderprojekt auf dem Stundenplan.

Als Frau Steber den Vorschlag machte, ein Essen wie zur Zeit von Jesus zu veranstalten, war alle sofort begeistert.

Schon während der Auflistung der Speisen wie Wachteleier, Hähnchenschlegel, Datteln und Granatäpfel ging es hoch her: „Sind Heuschrecken noch angemessen?‘ ‚Soo ein kleines Ei! Kann man das überhaupt essen?‘ ‚Und der Granatapfel – sieht der nicht giftig aus?‘ Sogar das Palastbrot, das aussieht wie ein brauner „Batz“ kommt gut an. Als es Mittwoch war, gab es überraschte Gesichter, Doch am Ende waren alle begeistert.

Und so gehen 18 satte Schüler der 6G und eine zufriedene Lehrerin nach Hause.

 

©David H. 2016