Klassenreise nach Harlingen und Segeln auf der „Emmalis“ (9b)

Beitrag vom 30. Mai 2016 um 22:02 Uhr

von Frederick M.

1Dieses Jahr ging die Klassenreise der Klasse 9b nach Holland. Wir waren eine Woche auf dem Segelschiff „Emmalis“ an der Nordsee von Harlingen bis zu den Inseln segeln. Los ging es am 24. April 2016 mit dem Bus in München an unserer Schule. Die meisten Eltern der Klasse 9b hatten ihr Kind zum Bus gebracht. Als unsere Lehrerin alle Schüler begrüßt und von der Liste abgehackt hatte, konnten wir von München bis zu dem kleinen Hafen in Harlingen an der holländischen Küste los starten. Ich freute mich auf die nächsten elf Stunden, die wir zusammen im Bus verbrachten. Wir machten zwei Stops, während der wir Verpflegung für die weiteren Stunden kaufen konnten. Der Busfahrer fuhr über Frankfurt. Bei den Pausen hatten wir ungefähr eine Viertel Stunde Zeit, um im Bus wieder zu erscheinen. An der Grenze zu Holland bekamen wir einen neuen Fahrer, der auch Holländisch sprach. Ein bisschen später kamen wir in Harlingen an und suchten aufgeregt unser Schiff (die Emmalis). Mein erster Eindruck war, dass das Boot sehr schön aussah und aber auch sehr klein war. Nachdem alle sich gefreut hatten, dass wir da waren, mussten wir aber auch schon unsere Gepäckstücke abladen. Während wir ausgepackten, überlegten wir die Zimmerverteilungen. In dem Gemeinschaftsraum wurden die Zimmer eingeteilt. Nachdem ich und meine drei Zimmergenossen unsere Kajüte bezogen hatten, mussten wir auch sofort wieder los, da die Klasse 9B zu einem Restaurant (http://www.plattbodenschiff.com/service/menu-de-admirael.html) ging. Zum Essen gab es eine Fleischplatte, mit einzelnen Stücken, die man selber braten konnte. In dem Restaurant hat sich die Klasse sehr gut untereinander verstanden. Meiner Meinung nach war das Essen dort sehr lecker. Wir hatten uns darauf geeinigt, dass wir das zweite Getränk (wenn jemand viel Durst hatte) selber zahlen würden. Nach diesem köstlichem Essen gingen wir alle zurück zum Boot. Sehr müde, aber auch gespannt auf die nächsten Tage, gingen wir an Bord. Ein bisschen später gingen wir dann auf unsere Kajüten und redeten noch ein wenig. Danach gingen wir schlafen.

Montag, 25.4.16 (Harlingen)

Am nächsten Morgen hatte die Kochgruppe das Frühstück vorbereitet und auf dem Esstisch hergerichtet. Nach dem Frühstück haben der Kapitän und der Matrose die wichtigsten Seemanns-Knoten vorgestellt. Diese benötigten wir für das Segeln sehr, damit das Segel und die Seile fest waren. Die wichtigsten Knoten waren der Achter und auch der Palstek (https://de.wikipedia.org/wiki/Palstek).  Nach der Knoten-Lernstunde fuhren wir auch schon los. Zunächst mit dem Motor, da wir aus dem Hafen rausfahren mussten. Danach mit dem Wind. Der Matrose und auch der Kapitän wollten das Segel hissen. Dabei mussten wir sehr genau aufpassen, damit das Segel auch gerade und ordentlich aufgespannt wurde.

2An diesem Tag starten wir unsere Segelreise zunächst in Richtung der Insel Terschelling. Von dort aus sollte es dann weiter nach Vlieland gehen. Das Wetter war sehr windig, fast stürmisch und sehr kalt (Windstärke 10). Durch den starken Wind hatten wir sehr viel Fahrt aufgenommen.

Viele Schüler waren an Deck und sahen in die Weite des Meeres. Aber auch viele waren unter Deck. Wir hatten eine sehr starke Schräglage. An dem Tag war das Wetter nicht sehr gut. Es hat gehagelt und auch meistens geregnet. Als es geregnet hat, sind alle nach unten gegangen und haben gemeinsam 3Uno gespielt, was sehr viel Spaß gemacht hat. Danach haben wir das Mittagessen vorbereitet. Zum Mittagessen gab es Sandwiches. Es war eine lange und auch spannende Fahrt. Als wir ankamen, mussten wir das Segel herunterziehen und es mit einer Plane überdecken, da es sehr nass war. Da wir nun im Hafen waren, konnten wir in der Stadt für uns selber einkaufen gehen. Die meisten haben Chips, Getränke oder Süßigkeiten eingekauft. Ich selber habe Süßigkeiten, etwas zu trinken und Shampoo gekauft. Am Abend haben wir dann selber gekocht. Zum ersten Mal haben wir auf dem Schiff gegessen! Danach haben wir miteinander geredet, Uno und andere Kartenspiele gespielt. Nachdem wir viele Runden gespielt hatten, sind wir ins Bett gegangen. Manchmal spürte man das Schaukeln des Wassers.

Dienstag, 25.4.16 (Terschelling)

Am nächsten Morgen aßen wir genüsslich unser Frühstück. Nach dem Frühstück haben wir die Plane vom Segel heruntergeholt. Danach hissten wir wieder unser Segel und segelten weiter. Wie an dem Tag davor hatten wir einen starken Wind. Diesmal regnete und hagelte es in kurzen Abständen. Mal Regen, dann Hagel. Diesmal hörten wir auch auf meiner Musikbox unsere Musik. Dann spielten wir das sogenannte „Arschloch“ Spiel, das sehr viel Spaß gemacht hat. So ungefähr am späten Vormittag hat die Kochgruppe das Mittagessen vorbereitet. Das Mittagessen war gut.

4Als wir fertig gegessen hatten, musste die Gruppe am Dienstag den Abwasch machen, während die anderen Schüler in dem Gemeinschaftsraum waren, Musik gehört oder Karten gespielt haben. Verregnet kamen wir dann in Vlieland an. Wir hatten dann ungefähr bis zum Abend Zeit, in die Stadt zu gehen und einzukaufen oder zu shoppen. Dann haben wir eine Wanderung gemacht, um Muscheln zu sammeln.  Danach musste die Kochgruppe dann am Abend wieder da sein, um das Essen zu kochen und den Tisch zu decken. Das Essen schmeckte etwas anders, doch ich fand es lecker. An dem Abend haben wir das Fußballspiel Real Madrid vs. Manchester City gesehen. Das Spiel war eigentlich nicht so spannend, da nicht sehr viel passiert ist. Wir haben aber untereinander sehr viel Spaß an dem Spiel, da wir sehr intensiv miteinander geredet haben. Als das Spiel zu Ende war, haben wir noch etwas über das Spiel geredet. Danach sind wir auf unsere Kajüte und schlafen gegangen. Ich habe mit meinen Zimmergenossen noch über das Fußballspiel geredet; wer die Chancen verschossen hat oder wie die Teams gespielt hatten. Wir redeten aber auch über das bevorstehende Spiel vom FC Bayern München gegen Atletico Madrid

Mittwoch, 26.4.16 (Vlieland)

5Dieser Tag war ein sehr entspannter Tag, denn meine Kochgruppe und ich waren mit dem Kochen dran. Als erstes standen wir auf. Dann musste ich mit meiner Gruppe das Frühstück vorbereiten und die Dinge einkaufen, die wir für den Tag brauchten.  Also mussten wir für das Frühstück, das Mittagessen und Abendessen des Tages einkaufen. So gingen wir los und kauften die bestimmen Lebensmittel für unser Menü ein. Als wir mit vollgeladenen Taschen zum Schiff zurückkehrten, wollte der Kapitän das Segel wieder hissen und los fahren. Dann mussten wir die Plane von dem Segel herunterholen. Wir segelten wieder weiter zu dem Watt. Diesmal waren wir mehr auf dem Deck als unter dem Deck, da das Wetter sehr viel besser war, als die Tage zuvor. Diesmal war das Schiff nicht in so einer Schräglage wie die Tage davor. Wir lagen auf dem Deck in der schönen Sonne. Dort hatten wir sehr viel Spaß, da wir sehr viel miteinander geredet haben. Nachdem bei dem Watt ankamen, kam der Kapitän zu uns, während wir gerade das Mittagessen machten. Er kündigte eine Wattwanderung an. Ich freute mich auf die Wanderung, da ich das noch nie gemacht hatte. In der Zwischenzeit war der Kapitän in der Küche und hat Pfannkuchen für uns gemacht. Während wir wieder Karten gespielt haben, hatten wir damit eine leckere Stärkung. So gegen fünf haben wir dann die Wattwanderung gestartet, bei der wir dann auf dem Grundwasser und Schlick gingen. Es war sehr schön, da das Gefühl im Watt und ohne Wasser aufregend war. Nach einer halben Stunde, gingen wir wieder zum Schiff zurück. Danach haben wir das Abendessen gemacht. Es war sehr lecker, da der Kapitän uns geholfen hat, mit dem Kochen. Er war ein guter Koch. Nach dem Essen haben wir das Fußballspiel FC Bayern vs. Atlético angesehen. Es war sehr ausgeglichen, da manche für Bayern und andere für Atlético waren. Manche waren frustriert, da das Spiel nicht so verlief, wie sie es wollten. Nach dem Spiel sprachen wir noch über das Match und dann gingen die meisten auch in ihre Kajüten, um Koffer zu packen. Danach sind alle auch schlafen gegangen.

Letzter Tag, 26.4.16

An diesem Tag segelten wir wieder zurück nach Harlingen. Doch als erstes aßen wir das Frühstück. Die Kochgruppe hatte dann das Geschirr abgewaschen. Da noch Ebbe war, mussten wir noch ein bisschen auf das Wasser warten, bis wir dann wieder losfahren konnten. Danach mussten wir auf dem Deck den Anker mit einer Kurbel hochziehen. Das war sehr anstrengend, da der Anker sehr schwer war. Als wir das gemacht hatten, konnten wir dann auch wieder los segeln. Diese Segelfahrt war die letzte auf der Klassenfahrt. Dieses Mal war es eine sehr schöne Fahrt, bei der wir guten Wind hatten und auch das Wetter gut war. Die meisten waren wieder unter Deck und in deren Kajüte.

Nach ein paar Stunden sind wir wieder im Hafen von Harlingen angekommen. (http://www.vinkesweb.com/bilderindex/harlingen.jpg) Kurz danach mussten wir das untere Deck aufräumen. Das heißt, wir mussten den ganzen Müll trennen und Einweg- und Pfandflaschen sortieren.  Danach mussten wir die Pfandflaschen zurückgeben und den Müll wegbringen. Nach der Aufräumzeit hatten wir dann noch Zeit, in die Stadt zu gehen, wo wir dann Proviant einkaufen konnten. So gegen 6 Uhr haben wir uns dann in dem gleichen Restaurant wie beim ersten Tag getroffen. Das Essen war wieder sehr lecker, da es auch Käse Fondue gab. Ich ging etwas früher aus dem Restaurant, da wir einen Fußball dabei hatten… Draußen haben wir noch eine Weile gespielt, bis dann die Klasse kam. Dabei ist uns aus Versehen der Ball in das Wasser geflogen. Danach gingen wir zum Schiff, da dort der Bus wartete. Wir mussten dann sofort die Gepäckstücke einladen und uns einen Platz suchen. Und es begann die lange Fahrt zurück nach München.  (alle Fotos: Frederick M.)

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