Erster Münchner Lehrer-Brunch

Wer bitte geht am Samstag in die Schule? Niemand! Auch Lehrer nicht. Außer: Es wird etwas Besonderes, etwas besonders Gutes geboten. Am Samstag, den 19. November gibt es ein reichhaltiges Buffet, einen herausfordernden Vortrag, sowie inspirierende Gespräche.

Und dann sind doch an einem Samstag rund 50 Lehrerinnen und Lehrer aus den unterschiedlichsten Schulen von Stadt und Land in der Aula der Riegerhofstraße. Eingeladen hatte die Evangelische Allianz München sowie die Lukas-Schule zu einem ersten Münchner Lehrer-Brunch.

Nach leckerer Stärkung durch Essen und Cappuccino-Bar, spricht Sebastian Wohlrab zum Thema „Authentisch leben mit Gott in der Schule“. Der heutige Pastor des ICF München ist durch sein vormaliges Lehramts-Studium und seine langjährige Tätigkeit in einer Mittelschule ein Mann aus der Praxis: mit seinen Beispielen und Aussagen trifft er den Punkt, holt die Lehrerinnen und Lehrer ab und fordert sie heraus. „Welche Früchte kann man bei Euch pflücken?“ Das ist eine seiner anregenden Fragen.

Durch eine gute Atmosphäre und viele positive Anregungen entwickelt sich an den Tischen ein reger Erfahrungsaustausch, Gespräche der gegenseitigen Ermutigung unter den Lehrern. Am Ende vergeht diese „Doppelstunde der besonderen Art“ wie im Flug. Und es bleibt die Frage: Wann geht es weiter, mit einem nächsten Lehrer-Brunch?

 

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Flüchtlingskinder der Lukas-Schule singen für Senioren

Die 10-jährige Sina aus Syrien hat sich heute mit Ihrer Bluse extra hübsch angezogen für ihren Besuch im Augustinum. Zusammen mit ihren neun Mitschülern und der Lehrerin Frau Pfeifle fiebert sie fröhlich ihrem Auftritt entgegen: Im Rahmen des Schulprogramms für Flüchtlingskinder der privaten evangelischen Lukas-Schulen München besuchen Sina und Ihre Klassenkameraden heute den Senioren-Wohnstift Augustinum, um die wöchentliche Andacht in der Simeons-Hauskapelle für die Bewohner musikalisch zu gestalten.

Nach einer Begrüßung und Ansprache von Frau Pfarrerin Silbermann und Herrn Pfarrer Durst singen die Schülerinnen und Schüler ein erstes Kinder-Lied vor. Sie begleiten es mit Gesten, klatschen und stampfen dazu laut im Takt. Ihre Freude springt über auf die Bewohner des Augustinums, die sich spontan mit einem kräftigen Applaus bedanken.

In der anschließenden Gesprächsrunde stellen die Senioren – unter Ihnen auch Alt-Oberbürgermeister und Ex-Bundesminister Hans-Jochen Vogel – interessierte Fragen zum Unterrichts-Programm an der Lukas-Schule, zu Herkunft und Reisen der Kinder: Aus Terror und Kriegsregionen in Syrien, Somalia und dem Kongo kommend, haben die Kinder tausende Kilometer per Zug, in Booten, jedoch in großen Teilen auch zu Fuß überstanden, bis sie schließlich Bayern erreichten. Sie sind zwischen 7 und 12 Jahren alt und leben seit gut einem Jahr mit ihren Familien in Deutschland.

Die Lukas-Schulen München standen in einem 3 Monate währenden Dialog mit den Behörden, bis Teilnahme und Unterricht jedes Kindes genehmigt waren. So startete im Jahr 2015 die Beschulung der ausländischen Kinder mit Flüchtlingshintergrund an der Lukas-Grundschule in Großhadern. Die Schülerinnen und Schüler sind an drei Tagen die Woche in acht regulären Klassen integriert. An zwei Tagen die Woche erhalten sie jahrgangsstufen­-übergreifend Deutschunterricht von einer eigens dafür eingestellten Lehrerin.

Vom Schicksal der Kinder gerührt, die hier inzwischen so unbeschwert auftreten können, erzählen einige Bewohner des Wohnstiftes aus Ihrer eigenen Vergangenheit – von Flucht und Neuanfang in der Nachkriegszeit in Deutschland. Heute in der Kapelle des Augustinums sind sich alle einig: das Projekt der Lukas-Schulen ist ein wichtiger Beitrag – der Mut macht auf dem Weg der Integration, für  eine starke Gemeinschaft und Vielfalt in unserer Gesellschaft.